Bekanntgabe der Leistungsbewertung

Üblicherweise erfolgt die Bekanntgabe der Leistungsbewertungen am ersten Elternabend im Schuljahr.

Nach § 10 GrSO(Grundschulordnung) werden alle möglichen Leistungserhebungen in der Lehrerkonferenz am Schuljahresanfang verbindlich festgelegt.

„Die Lehrerkonferenz trifft vor Unterrichtsbeginn des Schuljahres grundsätzliche Festlegungen zur Erhebung von Leistungsnachweisen einschließlich prüfungsfreier Lernphasen. Die Festlegungen sind den Schülerinnen und Schülern sowie ihren Erziehungsberechtigten bekannt zu geben.“

Nach Art. 52 Abs. 1 BayEUG ist die Pflicht der Lehrkraft oder der Schulleitung, die Eltern und Schüler über die Art und Weise der möglichen Leistungserhebungen zu informieren.

„Die Art und Weise der Erhebung der Nachweise des Leistungsstandes ist den Schülerinnen und Schülern vorher bekannt zu geben.“

Hierbei müssen die Eltern genau über die Art, Zahl, Umfang, Schwierigkeit und Gewichtung der verschiedenartigen Leistungsnachweise informiert werden.

Dazu gehört z.B. auch, dass der schuleigene Notenschlüssel bekannt gegeben wird. Auch muss genannt werden, welche Art der mündlichen Noten in der Schule erhoben werden. Wenn das nicht erfolgt ist, sollten Sie nachfragen.

Man erkennt durchaus die Transparenz einer Schule daran, wie genau sie diese Bekanntgabe der grundsätzlichen Festlegungen zur Erhebung von Leistungsnachweisen vornimmt. Schulen, die sehr auf Transparenz setzen, geben den Eltern am Elternabend eine schriftlich Zusammenstellung der möglichen Leistungserhebungen mit. So können auch die Eltern, die am ersten Elternabend nicht teilnahmen an diese Informationen gelangen. Wenige Grundschulen veröffentlichen ihre Festlegungen zur Erhebung der Leistungsbewertungen sogar auf ihrer Website. Für die Vertrauensbildung ist diese Maßnahme sehr sinnvoll.