Welche Noten vergeben werden
Wie oft jede Note vorkommt, in beiden Fächern:Gymnasium, 11.403 Teilnehmer in sechs Jahrgängen
Realschule, 36.442 Teilnehmer in sechs Jahrgängen
Anteil der Teilnehmer in Prozent, Skala bis 45 %. Die Anteile summieren sich auf knapp unter 100 %, weil einzelne Kleinstwerte gesperrt sind.
Prüfungen 2018 bis 2023 zusammen · Drs. 18/29034, Tabellen zu 3.3 und 4.3 · Drs. 19/2741, Tabellen zu 1.3 und 2.3 · eigene Auszählung
- Der Probeunterricht ist eine Prüfung für die Mitte der Skala. Am Gymnasium haben zwei von drei Kindern eine 3 oder eine 4, an der Realschule drei von vier eine 4 oder eine 5.
- Die Realschule bewertet strenger. Eine 3 oder besser hat am Gymnasium fast jedes zweite Kind, an der Realschule nur etwa jedes siebte.
- Warum, sagen die Zahlen nicht. Was das für die Bestehensquote heißt, steht auf Erfolgschancen im Probeunterricht.
Beide Noten liegen meist nah beieinander
Bestanden ist, wer in einem Fach mindestens eine 3 und im anderen mindestens eine 4 hat (§ 3 Abs. 5 Satz 1 GSO, § 3 Abs. 7 Satz 1 RSO). Zweimal die 4 ist nicht bestanden, die Eltern können das Kind aber trotzdem anmelden (§ 2 Abs. 4 GSO und RSO). Jede Kombination und ihr Ergebnis:Gymnasium
Zeile: Note in Mathematik · Spalte: Note in Deutsch
Realschule
Zeile: Note in Mathematik · Spalte: Note in Deutsch
Kinder je Notenkombination. * In einzelnen Jahren gesperrt, die Zahl ist eine Untergrenze. Kombinationen, die in keiner Tabelle vorkommen, stehen als 0.
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- Fast jedes zweite Kind hat in beiden Fächern dieselbe Note, fast alle übrigen liegen eine Stufe auseinander.
- Wer in einem Fach schwach ist, ist es meist auch im anderen.
- Das Kind, das in Mathematik glänzt und nur an Deutsch scheitert, gibt es kaum. Mathe 2 und Deutsch 5 kommen am Gymnasium etwa fünfmal im Jahr vor.
Mit einer 5 ist es vorbei
Dieselben Zahlen von einem Fach her gelesen: Wie oft haben Kinder mit einer bestimmten Note bestanden?Gymnasium: Note in Mathematik
Gymnasium: Note in Deutsch
Realschule: Note in Mathematik
Realschule: Note in Deutsch
Die Zahl rechts: Anteil der bestandenen Kinder unter allen mit dieser Note im Fach. Der helle Teil: Kinder mit zweimal Note 4.
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- Wer in einem Fach eine 3 hat, braucht im anderen höchstens eine 4. Mit einer 5 in einem Fach ist es vorbei, egal wie gut das andere Fach ist.
- Entscheidend ist die 4. Wer eine 4 hat, braucht im anderen Fach eine 3. Mit zweimal der 4 bleibt der Weg über die Eltern.
- Wer scheitert, scheitert meist knapp. Mehr als der Hälfte der Gescheiterten am Gymnasium fehlte ein einziger Notenschritt in einem Fach, an der Realschule jedem dritten.
- Für die Vorbereitung heißt das: Das schwächere Fach von der 5 auf die 4 zu bringen, bringt mehr als das stärkere von der 3 auf die 2.
Welches Fach das schwere ist
In welchem Fach steht die bessere Note?Gymnasium
Realschule
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- Am Gymnasium ist Deutsch das schwere Fach, an der Realschule Mathematik.
- Wer mit einer 4 besteht, wird vom anderen Fach getragen: am Gymnasium öfter von Mathematik, an der Realschule fast doppelt so oft von Deutsch.
- Wer sich auf das Gymnasium vorbereitet, sollte das Gewicht auf Deutsch legen, vor allem auf den Aufsatz, der ein Drittel der Deutschnote ausmacht (→ Nach welchen Regeln läuft der Probeunterricht?). Dass Deutsch am Gymnasium zuletzt schwerer geworden ist, zeigt die Jahresreihe auf Erfolgschancen im Probeunterricht.
An der Realschule wird die Note 1 nicht vergeben
Am auffälligsten ist, was fehlt.- Unter 36.442 Kindern im Realschul-Probeunterricht hat kein einziges eine 1 in Deutsch bekommen. Ein paar Werte sind aus Datenschutzgründen gesperrt; dahinter können höchstens 22 Kinder stecken. Auch die 2 ist mit 1,5 % eine Seltenheit.
- Die Kinder im Gymnasial-Probeunterricht stehen im Zeugnis nur einen Notenschritt besser als die im Realschul-Probeunterricht. Trotzdem bekommen dort 12,9 % eine 2 und 1,6 % eine 1 in Deutsch. Ein Notenschritt erklärt diesen Abstand kaum.
- Zweimal die 1 gab es am Gymnasium 58-mal in sechs Jahren, an der Realschule nie. Zweimal die 6 am Gymnasium 57-mal, an der Realschule 1.061-mal.
- Im Realschul-Probeunterricht kommen gute Noten also praktisch nicht vor. Die Skala reicht dort faktisch von 3 bis 6.
- Die Prüfung sortiert deshalb nur nach unten: Sie zeigt, wie weit ein Kind unter dem Ziel liegt, aber nicht, was es gut kann. Die 3 ist dort das beste Ergebnis, das noch nennenswert vorkommt.
- Warum das so ist, sagen die Zahlen nicht. Entweder sind die Aufgaben für diese Kinder zu schwer, oder es wird streng korrigiert, oder diese Kinder sind schwächer, als ihr Zeugnis sagt. Die ersten beiden wären ein Problem für eine Prüfung, die Eignung feststellen soll.
Was der Staat nicht erhebt
- Mehr als diese zwei Fachnoten gibt es nicht. Die Noten der einzelnen Prüfungsteile (Aufsatz, Sprache untersuchen, Textverständnis, Rechtschreibung und mündliche Prüfung; in Mathematik zwei schriftliche Arbeiten und die mündliche Prüfung) werden „nicht einzeln erfasst“ (Drs. 19/2741, Antwort zu 4.1 bis 5.2, S. 5).
- Das gilt auch für die mündliche Note, ein Drittel jeder Fachnote (→ Der mündliche Probeunterricht).
- Nach Landkreisen werden die Noten nicht aufgegliedert.
Was die Zahlen zeigen, und was nicht
Die Zahlen zeigen:
- Der Probeunterricht an der Realschule wird viel seltener bestanden als am Gymnasium.
- Er wird dort so streng bewertet, dass eine 1 praktisch nicht vorkommt.
- Bestanden ist, wer eine 3 und höchstens eine 4 hat. Mit einer 5 in einem Fach hat kein Kind bestanden.
Sie zeigen nicht:
- wie die Noten entstehen,
- woran es liegt, dass die Realschule so viel strenger bewertet: an den Aufgaben, an der Korrektur oder an den Kindern,
- und über ein einzelnes Kind sagen sie nichts.
Lesen Sie weiter
Erfolgschancen im Probeunterricht: wie viele bestehen und wie es in der 5. Klasse weitergeht
Vorbereitung auf den Probeunterricht: Üben mit den Original-Prüfungen
Der Probeunterricht in Ihrer Region: wo er wie oft genutzt wird
Alle Zahlen zum Übertritt: die Übersicht.
Quellen: Antworten der Staatsregierung auf Schriftliche Anfragen im Bayerischen Landtag:
- Drs. 18/29034 (Antwort vom 12.05.2023; Anfrage vom 20.04.2023 „Übertritte an Gymnasien und Realschulen in Bayern“): Tabellen zu 3.3 und 4.3 (S. 15 und 18), Prüfungen 2018 bis 2022
- Drs. 19/2741 (Antwort vom 05.07.2024; Anfrage vom 05.06.2024 „Probeunterricht am Gymnasium und an der Realschule“): Tabellen zu 1.3 und 2.3 (S. 10 und 14), Prüfung 2023; Antwort zu 4.1 bis 5.2 (S. 5)
- § 3 Abs. 5 GSO, § 3 Abs. 7 RSO, § 2 Abs. 4 GSO, § 2 Abs. 4 RSO in der aktuellen Fassung auf www.gesetze-bayern.de
Eigene Berechnungen und Vorbehalte: Alle Anteile sind eigene Auszählungen aus den genannten Tabellen; Bezugsgröße ist die gedruckte Teilnehmerzahl des Jahrgangs, bei den Anteilen je Note die Zahl der Kinder mit dieser Note. Die Drucksachen zählen nach dem Schuljahr des Übertritts (2018/19 bis 2023/24), also nach der Prüfung im Frühjahr davor. Werte unter 3 sind in den Tabellen gelöscht, weitere Werte zusätzlich gesperrt; alle Summen sind deshalb Untergrenzen, die Abweichung liegt je Jahrgang bei höchstens acht Kindern. Die Prüfungen 2020 und 2021 fanden unter Corona-Bedingungen statt und sind mit den übrigen nur eingeschränkt vergleichbar. Die Rechenwege legen wir auf Anfrage offen. Zuletzt überarbeitet: 03.09.2026.
Rechtlicher Hinweis: Diese Seite wertet amtliche Zahlen aus und ordnet sie aus unserer Sicht ein. Sie enthält keine individuelle rechtliche Prüfung oder Handlungsempfehlung; konkrete Fälle werden auf dieser Seite nicht beurteilt. Trotz sorgfältiger Prüfung können die Angaben Fehler enthalten; bitte prüfen Sie die genannten Quellen selbst.
